Geschichtliche Entwicklung der
Raiffeisendruckerei GmbH


1881
Gründung als Firma „Raiffeisen, Faßbender & Consorten” durch Friedrich Wilhelm Raiffeisen in Heddesdorf. Raiffeisen war von 1852 bis 1865 Bürgermeister in Heddesdorf, heute ein Stadtteil von Neuwied.

Neben der Druckerei betreibt Raiffeisen weitere Aktivitäten, die wir aus heutiger Sicht als die erste Zentralbank für landwirtschaftliche Kreditgenossenschaften, die erste landwirtschaftliche Zentralgenossenschaft sowie die erste Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für ländliche Genossenschaften bezeichnen können.

1900
Der Druckereibetrieb wird ab 1900 als „Abt. Druckerei und Verlag” der „Landwirtschaftlichen Central- Darlehnskasse für Deutschland” in Neuwied weitergeführt, die ab 1923 als „Deutsche Raiffeisenbank A.G.” in Berlin firmiert.

1930 – 1949
Von 1930 bis 1949 heißt es dann „Genossenschafts-Druckerei Raiffeisen m.b.H.”. Diese entwickelt sich im Laufe der Jahrzehnte von einer Geschäftsbücher- und Formulardruckerei zum Lieferanten für alle ländlichen Waren- und Kredit- genossenschaften, und zwar für deren Bedarf von Drucksachen bis hin zu Büromaschinen und Büromöbeln. Bis 1945 hat die Druckerei Filialen in Breslau und in Wien.

1949
Während die Raiffeisendruckerei GmbH, Neuwied, die ländlichen Genossenschaften beliefert, das sind damals noch die unterschiedlichsten Bezugs- und Absatzgenossenschaften sowie eine Vielzahl von Raiffeisenkassen und Spar- und Darlehnskassen, gibt es für die gewerblichen Genossenschaften und Volksbanken den „Deutschen Genossenschafts-Verlag eG” (DG VERLAG), zuerst in Berlin und inzwischen in Wiesbaden.

Anfang der Siebzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts werden in Bonn mit der Zusammenführung der genossenschaftlichen Parallel-Organisationen „Raiffeisen” und „Schulze-Delitzsch” als neue Dachverbände der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. und der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) gegründet.

1975
Die Raiffeisendruckerei GmbH und der DG VERLAG schließen einen Kooperationsvertrag. Gemeinsam mit dem Verlag wird für die Druckerei ein spezielles Produktkonzept und ein darauf abgestimmtes Investitionsprogramm entwickelt. Ausbau zur vollstufigen Offset-Druckerei und Sicherheitsdruckerei, hieraus entwickelte sich in den folgenden Jahren die Kartenproduktion bis zur Chipkarte.

1981
Anlässlich einer Erhöhung des Gesellschaftskapitals der Raiffeisendruckerei GmbH erwirbt der DG VERLAG 50 Prozent der GmbH-Anteile und hält damit den größten Anteil an der Druckerei. Weitere Gesellschafter sind die regionalen Genossenschaftsverbände sowie die R+V-Versicherungsgruppe.

1984
Einweihung des Druckerei-Neubaus in Neuwied-Segendorf.

2006
Die Raiffeisendruckerei feiert ihr 125-jähriges Jubiläum.

2011
Am 1. April 2011 überträgt die Raiffeisendruckerei GmbH ihr Geschäftsfeld Print auf die Görres-Druckerei und Verlag GmbH und konzentriert sich nun auf innovative Kartensysteme und Personalisierungslösungen.